Impfungen für Erwachsene und Jugendliche

 

Wann, was und wie impfen?

Wissen Sie wo Ihr Impfausweis liegt? Die meisten Erwachsenen müssten darüber länger nachdenken. Wenn nichts besonderes passiert, sind Impfungen häufig kein Thema mehr.

Aber auch Erwachsenen wird empfohlen, den eigenen Impfschutz regelmäßig prüfen zu lassen, spätestens alle 10 Jahre.

Zudem machen es neue Lebensumstände ebenfalls sinnvoll, sich selbst oder andere durch Impfungen zu schützen (z.B. Kinderwunsch, chronische Krankheit oder neuer Arbeitsplatz).

Die nachfolgenden Zeilen informieren Sie, wem welche Routine-Impfungen empfohlen sind.

 

Wundstarrkrampf (Tetanus)                                                                                Allen Erwachsenen alle 10 Jahre empfohlen.

 

Diphterie                                                                                                                 Allen Erwachsenen alle 10 Jahre empfohlen.                                                                                                             

 

Keuchhusten (Pertussis)                                                                                 Einmalig im Erwachsenenalter mit Tetanus und Diphterie.

 

Kinderlähmung (Polio)                                                                                     Eine routinemäßige Auffrischung nach dem 18. Lebensjahr alle 10 Jahre wird allen empfohlen, die ein erhöhtes Ansteckungsrisiko haben, wie beispielsweise Personal, das mit möglicherweise Erkrankten oder deren Körperausscheidungen in Kontakt kommt oder Reisende in Regionen, in denen Polio-Erkrankungen noch auftreten.

 

Masern                                                                                           Allen Erwachsenen, die nach 1970 geboren sind und nicht bzw. in der Kindheit nur einmal gegen Masern geimpft wurden. Zudem allen, die im Gesundheitsdienst, in Gemeinschaftseinrichtungen (z.B. Kindergarten) oder in der Betreuung von Personen mit stark geschwächtem Immunsystem arbeiten.

 

Röteln                                                                                           Allen Frauen im gebärfähigen Alter, die noch gar nicht oder nur einmal in der Kindheit gegen Röteln geimpft wurden oder deren Impfstatus unklar ist. Personal in der Kinderheilkunde, der Geburtshilfe und der Schwangerenbetreuung (z.B. Hebammen, Ärzte) sowie in Gemeinschaftseinrichtungen sollten bei unklarem oder unvollständigem Impfstatus noch ein Mal geimpft werden.

 

Pneumokokken                                                                              Allen Erwachsene ab einem Alter von 60 Jahren.
Darüber hinaus wird die Impfung gegen Pneumokokken allen Personen mit erhöhtem gesundheitlichem Risiko aufgrund von bestimmten Vorerkrankungen oder mit beruflichem Risiko empfohlen. Hierzu gehören Personen deren Immunsystem geschwächt ist oder die an chronischen Erkrankungen  leiden. Für chronisch Kranke wird eine Wiederholung der Impfung nach einem Zeitraum von mindestens sechs Jahren empfohlen.

 

Grippe (Influenza)                                                                                                                            Jährliche Impfung gegen Grippe für alle, die ein erhöhtes Risiko haben besonders schwer zu erkranken. Hierzu gehören chronisch Kranke, Menschen ab 60 Jahre, Schwangere und Bewohner von Alten- und Pflegeheimen.

Die Grippeimpfung schützt auch Personen, die ein erhöhtes Risiko haben sich anzustecken, weil sie mit vielen Menschen Kontakt haben (z.B. medizinisches Personal und Personen in Einrichtungen mit umfangreichem Publikumsverkehr).

 

Gebärmutterhalskrebs(HPV)                                                                                                              

Mädchen und Jungen im Alter von 9-14 Jahren sollten  gegen Gebärmutterhalskrebs geimpft werden. Erfolgt die erste Impfung gegen HPV bereits mit 9-14 Jahren, reichen 2 Impfungen im Abstand von mindestens 5 Monaten. Bei Nachholimpfung mit der 1. Impfung im Alter von > 14 Jahren sind 3 Impfdosen (0-1-6 Monate) erforderlich.

 

FSME  

Für die Grundimmunisierung sind drei Impfungen erforderlich. Nach dem üblichen Impfschema wird ein bis drei Monate nach der ersten Impfung die zweite Impfdosis verabreicht. Eine dritte Impfung erfolgt dann, je nach verwendetem Impfstoff, nach weiteren 5-12 bzw. 9-12 Monaten.

Bei fortbestehendem Ansteckungsrisiko wird eine erste Auffrischungsimpfung nach 3 Jahren empfohlen. Die nachfolgenden Auffrischungen sind dann alle 5 Jahre erforderlich. Je nach verwendetem Impfstoff sollte die Impfung ab dem Alter von 50 bzw. 60 Jahren alle 3 Jahre aufgefrischt werden.

 

Gürtelrose (Herpes zoster)

Allen Personen ab 60 Jahren und allen Personen ab 50 Jahren deren Immunsystem geschwächt ist oder mit einem schweren Grundleiden. Impfung zweimal im Abstand von mindestens 2 und maximal 6 Monaten.

 

Hepatitis A

Reiseimpfung, vor allem bei Reisen nach Asien, Afrika und Südamerika. Zwei Impfungen im Abstand von einem halben Jahr. Kann mit Hepatitis B-Impfung kombiniert werden.

 

 

Hepatitis B

Viele Jugendliche haben eine Grundimmunisierung im Baby-Alter erhalten.  Falls nicht, sollte eine Grundimmunisierung mit drei Impfungen erfolgen.

Auffrischung von Erwachsenen nur für medizinisches Personal oder Risikogruppen.

 

Meningokokken

Ältere Kinder und Jugendlichen bis zum 18. Geburtstag, die noch keine Impfung gegen Meningokokken C erhalten haben, wird empfohlen diese möglichst bald nachzuholen.

In besonderen Situationen wie z. B. bestimmten Grunderkrankungen oder Reisen in Länder mit einem erhöhten Ansteckungsrisiko können Impfungen gegen weitere Meningokokken-Typen (Serogruppen) sinnvoll sein. Dies gilt insbesondere für Schüler und Studenten mit Langzeitaufenthalten u.a. in  Australien, Großbritannien, Irland, Kanada, Neuseeland, USA.

 

 

 

             

 


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